Deutsche im Valley

Was muss man wissen, wenn man in die USA nach Silicon Valley zieht?

Auf den folgenden Seiten habe ich Informationen gesammelt, die hoffentlich auch für andere Deutsche in Silicon Valley nützlich sind. Viel Spaß!

All diese Informationen sind natürlich ohne Gewähr!

Silicon Valley

Silicon Valley hat seinen Namen vom chemischen Element Silizium (nicht etwa Silikon, dafür ist Los Angeles bekannt…) in den ICs der High-Tech Industrie, die sich in den letzten 30 Jahren in der Südbay mehr und mehr angesiedelt hat. Folgenden Orte befinden sich in dem Gebiet, das man allgemein Silicon Valley nennt:

Wie finde ich was

Natürlich denkt man ans Internet… wobei in der Bay Area ist der Nutzen, den man aus dem Internet ziehen kann, erheblich größer, als irgendwo sonst in der Welt. Als Stichwort muss man für die Gegend nur “Bay Area” eingeben. Nur in extremen Ausnahmefällen wird damit nicht die SF Bay Area verknüpft.

Die Zeitung im Valley ist übrigens The Mercury News - international bekannt für ihre Infos über die Firmen im Valley, im Valley für ihre Fry’s Anzeigen jeden Freitag :-)

Locale Infodienste

Diesen Absatz habe ich vor 12 Jahren geschrieben… Wichtig ist jedoch zu wissen, das das Internet deutlich mehr genutzt wird als in Deutschland. Lokale Informationen bekommt man stets online: wann ist ein Restaurant offen? Wo ist die nächste Wäscherei? u.s.w.

Straßenkarten

Reisen und Flüge

Pauschalreisen via TUI, etc. kennt man in den USA nicht. Man bucht Flug, Hotel und ggf. Mietwagen - und trägt quasi auch das alleinige Risiko, dass alles klappt. Versicherungen sind 10% des Reisepreises – ob einem das Wert ist, muss man selbst entscheiden.

Diese 3 sind die bekanntesten Websites:

Sehr empfehlenswerte Meta-Suchmaschinen für Flüge und Hotels

Visa

Um in den USA zu arbeiten, braucht man ein Visum (engl. Visa). Alle Infos dazu kann man online finden. Folgende Kategorien sind besonders üblich, viele davon sind in der Anzahl pro Jahr beschränkt (z.B. das H-Visum)

Visum Beschreibung
F, J Studentenvisa, benötigt um in den USA zu studieren.
H Das übliche “Arbeitsvisum”, welches einem vom Arbeitgeber besorgt wird. Die Quote für 2006 ist seit April/Mai bereits erreicht, so dass man keine Chance hat vor nächstem Jahr ein solchen Visum zu erhalten. Nächster Termin ist April 2007 um einen Job ab September 2007 anzufangen.
L Wenn die Firma eine Niederlassung in Deutschland hat, kann man in die USA versetzt werden. Man muss jedoch vorher bereits min. ein Jahr für die Firma gearbeitet haben.

Achtung: Es gibt diverse Websites, die ähnliches anbieten, aber die wollen nur Geld… Bei VISA Informationen sollte man darauf achten, dass der Servername mit .gov aufhört (siehe oben), dann ist man auf einer offiziellen Website. Einige .org gehören den Städten und sind auch ok.

Greencard

Neben dem normalen VISA kann man in jedem Winter an der Lottery um eine Greencard teilnehmen. Ist kostenlos und inzwischen komplett via Internet. Es gibt IMO keinen Grund das nicht jährlich zu versuchen:

http://dvlottery.state.gov

Doppelstaatsbürgerschaft

Als Besitzer einer Greencard und wenn man 5 Jahre in den USA lebt, kann man die amerikanische Staatsbürgerschaft annehmen. Man muss dazu natürlich einige Voraussetzungen erfüllen und man verliert automatisch seine deutsche Staatsbürgerschaft. Man muss vorher einen speziellen Antrag beim deutschen Konsulat stellen, damit man sie nicht verliert. Dabei muss man allerdings gute Gründe angeben, warum man die Deutsche behalten will (i.d.R. einfach: Kontakte, Konten, Erbschaften, u.s.w), aber man muss auch Gründe angeben, warum man die Amerikanische braucht! Das ist deutlich schwerer. Der beste Grund ist i.d.R. wenn Arbeitsplätze nur für Amerikaner ausgeschrieben sind.

Hilfreich ist auch die Yahoo Gruppe Zweitpäße, die bei Fragen zu Doppelstaatsangehörigkeit sehr hilfreich ist.

Bank Account

Ein Konto ist so ziemlich das erste was man in den USA braucht. Schließlich will man seinen Gehaltsscheck einlösen können.

Es gibt eine große Auswahl an Banken, aber die Keypoint Credit Union (eine Art Genossenschaftsbank) ist für den Einstieg sehr zu empfehlen. Sie hat zwar nur einige wenige Filialen, aber es gibt Geldautomaten z.B. auf dem Apple Campus (natürlich nur für Apple Angestellte) und man kann dort nicht nur Geld abheben (ca. $600 pro Tag), sondern auch Geld einzahlen und Schecks einreichen. Es gibt also kaum Gründe zur Bank selbst zu fahren. Relative neu ist die Möglichkeit einen Scheck mit dem iPhone einzureichen: in der Keypoint App einfach ein Foto vom Scheck machen und fertig. Den Scheck aufheben, falls es Probleme gibt. Es kann übrigens bis zu einer Woche dauern, bis der Scheck gutgeschrieben ist (der Gehaltsscheck ist schneller)

Nutzt man das Konto als Gehaltskonto (gleich bei der Einrichtung angeben), kann man alle Geldautomaten in der Welt kostenlos nutzen - praktisch um Geld von den USA nach Deutschland zu “überweisen” (einfach eine 2. ATM Karte beantragen und zu einer Vertrauensperson nach Deutschland schicken). Man muss die Gebühren sich über ein Webformular gutschreiben

Die Karte wird hier ATM-Card oder auch Debit-Card genannt. Man kann sie mit Geheimzahl auch bei Safeway u.s.w. nutzen (die Geheimzahl kann man bei der Bank ändern). Sie hängt an einem Checkings-Account, was einem Girokonto entspricht. Es gibt auch einen Savings-Account, der unserem Sparbuch entspricht. Die Zinsen dort sind lächerlich ($500 nach über einem Jahr haben immerhin $1 Zinsen eingebracht), aber man sollte den Savings-Account trotzdem einrichten. Warum? Das Stichwort lautet Credit History – siehe unten.

Man sollte versuchen gleich eine zweite Debit-Card zu bekommen - ich habe eine weitere ohne meinen Namen bekommen. Ideal für den Partner oder für die Eltern in Deutschland. Warum für die Eltern? Man kann einfach anrufen und sagen: Mom, kannst Du bitte man vom Geldautomaten $500 abheben und auf mein deutsches Konto einzahlen? Dann läßt man sich die Gebühren gutschreiben und schon hat man Geld ohne jegliche Kosten nach Deutschland verschoben.

Eine weitere Möglichkeit, an eine Kreditkarte und ein gutes Credit History-Rating zu kommen, ist die Secured Visa Card (gibt’s bestimmt auch bei anderen Kreditkarten-Anbietern). Man richtet bei seiner Hausbank einen Savings-Account ein und überweist mindestens $250. Der Kreditrahmen der Karte beläuft sich just auf den Betrag, der als Guthaben auf dem Savings-Account liegt. Auch hier gilt: Brav konsumieren und genug Geld auf den Savings-Account einzahlen hilft, ein gutes Rating zu erlangen.

Die gebräuchlichste Kreditkarte ist von VISA, gefolgt - mir Abstand - von AmEx (American Express) und Mastercard. Diners, u.s.w. gibt es kaum noch.

Credit History

Das ist das wichtigste Ziel, das man sich mittelfristig setzen sollte. Warum ist die Credithistory wichtig? Weil der Vermieter überprüft, ob man zahlungswillig ist, weil die Telefongesellschaft selbiges tut und natürlich für den Auto- oder gar Hauskauf, falls man finanziert oder least. Nur wer in den USA Schulden macht und sie brav abstottert, der ist auch kreditwürdig. Der durchschnittliche Amerikaner hat 5 oder 6 Kreditkarten!

In den USA wird die Zahlungsmoral von allen Personen von 3 Credit-Büros gesammelt (Experian, Transunion und Equifax) - Hallo Big Brother… Als neuer Gast hat man natürlich keine History und gilt somit als nicht kreditwürdig – das muss man ändern.

Die Kreditwürdigkeit wird als Zahl - FICO genannt - zwischen 350 und 850 beschrieben. Der Durchschnitt in den USA liegt bei 720. Hat man einen FICO von 700 oder mehr, dann bekommt man die günstigsten Zinsen. Unter 650 bekommt man nur sehr hohe (20-30%!) oder gar keinen Kredit. Ist man erstmal 3 Jahre in den USA hat man die letzte Schwelle erreicht, denn ab 3 Jahren Credithistory wird alles besser. Näheres kann man unter MyFico finden.

Den FICO kann man selber überprüfen. An sich sind die Auskünfte bei den 3 Büros umsonst, nur kann man das nirgends auf deren Webseiten finden. Ab 1. September 2005 soll das besser werden. Bis dahin hat man 4 Möglichkeiten:

Man sollte niemals ein Auto oder gar Haus kaufen, wenn man seinen FICO nicht kennt. Die Autohändler hauen einen gnadenlos über das Ohr! Sie fragen nämlich Deinen Score ab (mit Deiner Erlaubnis) und sagen dann: du hast leider nur einen schlechten Score von 620, obwohl er bei 720 liegt. Und schon zahlst Du doppelt so hohe Zinsen. Der Scam (Betrug) läuft sofort ins Leere, wenn man fragt bei welchem Büro (siehe oben) sie nachgefragt haben, denn mein Score ist besser (und man hat den Ausdruck natürlich dabei). Tja, dann können sie nur noch sowas sagen wie: ehm, ja, für Autos ist der Score ein anderer - klaro, und die Erde ist eine Scheibe.

Um mein Kreditrating zu unterstützen, habe ich mein Auto finanziert. Der Zinssatz war im Angebot und marginal, und ich habe das Auto nach ein paar Monaten abgezahlt. Die Kosten für die Zinsen waren es Wert, denn dadurch haben wir ein höheres Kreditrating bekommen, was den Zinssatz beim Hauskauf gesenkt hat.

Wie macht man das?

Wohnen

Die Mieten im Valley und auch in San Francisco sind extrem hoch. Das ist der Grund, warum die Gehälter so gut sind…

Wer eine Wohnung mieten will, hat prinzipiell zwei Möglichkeiten:

Apartmentanlagen bieten i.d.R. Pool, Fitness-Raum, etc. – viele davon sind aber recht alt und die neuen (gut ausgestatteten) sind teuer. Einfach mit dem Wagen rumfahren und angucken - insbesondere den Raumplan. Viele Gebäude haben dünne Wände und schlechtes Management (“Problem? Kenne ich nicht…”) Gute sind schwer zu finden. Und sind sie wirklich gut, besteht die Gefahr, dass in 1-2 Jahren die Anlage in Condos umgewandelt wird (sprich: die Apartments einzeln verkauft werden) und dann muss man als Mieter kaufen oder raus. Mieterschutz über die Vertragsdauer hinaus gibt es in den USA nicht.

Die Lage ist teilweise erbärmlich: direkt am Freeway, neben der Eisenbahn, am Flughafen… Der Lärm kann sehr nervig sein. Um rauszufinden, wie der Fluglärm ist, kann man sich die anfliegenden und landenden Flugzeuge auf einer Karte ansehen

Mitverträge laufen 6, 9 oder 12 Monate. Häufig bekommt man 12 Miete bei 6 Monaten und 1 Miete bei 12 Monaten umsonst. Teilweise kann man verhandeln – bei den Guten geht das aber kaum. Bezahlt wird am Monatsanfang via Scheck. Der erste Scheck (eine Monatsmiete + Security Deposit) muss von der Bank abgesichert sein, d.h. zur Bank fahren und einen solchen Scheck anfordern. Der muss auf einen bestimmten Namen ausgestellt sein – sonst fährt man 2x zur Bank.

Will man ausziehen, sonst muss man nach der Vertragsdauer 30 Tage im voraus kündigen (der Vermieter darf entsprechend auch kündigen). Das kann relevant werden, weil der Vermieter gerne die Miete anhebt, wenn der Vertrag zu Ende ist – er weiß ja genau, dass ein Umzug auch Geld kostet… Will man das zumindest teilweise vermeiden, muss man wieder für 12 Monate mieten. Risiko!

Zieht man aus, versucht der Vermieter alles um den Security Deposit zu behalten. Also wird Reinigung, Farbe, u.s.w. in Rechnung gestellt. Das kann man nur vermeiden, wenn man einen professionellen Reinigungsdienst anheuert und die Rechnung vorlegt. Normal Wear-and-tear darf nicht in Rechnung gestellt werden (Teppich-Abnutzung, kleine Löcher in der Wand durch Bilder, u.s.w.), aber es gibt die Regel: die Wohnung muss nach dem Auszug wieder so aussehen, wie beim Einzug (Fotos machen!) und das dehnt der Vermieter über die Schmerzgrenze hinaus. Am Ende muss jeder selbst entscheiden, wieviel Stress es einem Wert ist. Jemand bietet sogar ein Security Deposit Recovery Kit an – entscheidend ist, dass man schon vor der Kündigung der Wohnung daran denkt/

Kaufen

Ohne Credithistory ist das Kaufen einer Wohnung nur mit Cash möglich. Und der Markt im Valley ist teuer, sehr teuer.

Wer mehr darüber wissen will, kommt nicht umhin das Buch “How to Buy a House in California” zu kaufen.

So teuer, dass man Kaufen zur Zeit nur rechtfertigen kann, wenn man erwartet, dass die Preise immer weiter steigen. Die monatliche Belastung nach dem Kauf ist aber heute i.d.R. erheblich höher als die Miete für ein äquivalentes Objekt. Allerdings kann man die Zinsbelastung (welche in den erste Jahren fast ausschließlich zahlt) vom Einkommen abziehen, so dass man teilweise massiv Geld sparen kann. Man sollte einen CPA/Steuerberater hinzuziehen, wenn man über den Hauskauf nachdenkt.

Wichtig: jedes Jahr werden 1.25% des Kaufpreises des Hauses in Steuern fällig. Ein $1,000,000 kostet also ca. $1000 Steuern pro Monat. Ein bisschen hängt das von der genauen Lage ab, aber die Größenordnung stimmt. Es kann sich lohnen ein billigeres Haus in guter Lage zu kaufen und zu renovieren – aber diesen Trick kennt natürlich auch jeder Investor.

Eine gute Quelle für Häuser ist MLS. Zudem kann man auf Zillow den Schätzwert von Häusern grob ermitteln.

Laufende Kosten

Die laufenden Kosten sind ebenfalls recht hoch. Folgende Punkte fallen mir ein:

Alles über Autos in den USA

Das Auto in den USA ist natürlich die wichtigste Methode von A nach B zu gelangen. Meistens sogar die einzige…

Autokauf

Es gibt 3 grundlegende Möglichkeiten an einen Wagen zu kommen.

Alles Optionen, die man durchdenken sollte. Für die meisten Privatleute, die ein Auto länger als 3 Jahre fahren wollen ist leasen zu teuer. Es kann aber eine Option sein, wenn man einen schlechten FICO Score hat, denn die monatlichen Beträge sind natürlich deutlich geringer.

Erste Regel: Alle Autohändler wollen natürlich nur das Beste: Dein Geld - und zwar soviel wie möglich davon! Egal, was er sagt und tut: er wird alles versuchen Dich zu bescheissen. Fakt!

Wie fängt man also an?

Laufende Kosten

Nach 2 Jahren kann man auch bei AAA (dem amerikanischen ADAC) u.s.w. gucken. Die AAA Mitgliedschaft enthält einen Abschleppservice und hilft falls mal sich aus dem Auto ausgeschlossen hat, bzw. die Batterie tot ist. Lohnt sich meiner Meinung nach.

Führerschein

Der CA Führerschein ist nötig, inklusive einer praktischen Fahrprüfung! Auf DMV kann man die Verkehrsregeln als PDF runterladen und lernen. Die Prüfung kostet lächerliche $33. Ein Sehtest, Foto, bis zu 3 theoretische Prüfungen und entsprechende Praktische sind enthalten. Man kann die theoretische Prüfung auch auf Deutsch machen. Kann witzig sein, denn es gibt nur – zumindest war es in 2003 so – 3 deutsche Fragebögen. Sobald man die SSN hat (Nummer reicht, die Karte ist nicht erforderlich), kann man den Führerschein machen. Wichtig: zwischen theoretischer und praktischer Prüfung darf man die USA nicht verlassen, sonst kann sich der Führerschein um 6 Monate verzögern! Man kann die praktische Prüfung aber um Monate nach hinten schieben.

Der Führerschein ist nur ein paar Jahre gültig und muss verlängert werden. Dies kann in aller Regel aber online geschehen. Wichtig ist nur die Adresse anzupassen, wenn man umzieht!

Die praktische Prüfung macht man bevorzugt im eigenen Auto (falls man durchfällt kann man trotzdem weiterfahren bis zur nächsten Prüfung!) Sie dauert ca. 45 Minuten und man muss zeigen, dass man die Beleuchtung, Scheibenwischer, u.s.w. schalten kann, sowie die Verkehrsregeln kennt. Die Fahrt durch Santa Clara war nicht ohne! Einparken ist aber einfach…

Wer die Prüfung im Leihwagen machen will, muss möglicherweise eine Einverständniserklärung (Letter) der Verleihfirma vorlegen, dies ist zumindest bei Hertz der Fall. Außerdem muss Versicherung nachgewiesen werden, diese ist möglicherweise nicht im Mietvertrag enthalten.

Die Prüfungen werden immer vom DMV gemacht. Es gibt eine Stelle in Santa Clara und eine in Los Gatos. In Los Gatos ist die Prüfung etwas einfacher, weil weniger Verkehr als bei El Camino Real - aber das hängt auch von der Tageszeit ab.

Der Führerschein ist auch die ID (sprich: der Paß-Ersatz), wichtig für Identifikationen:

Tickets, Polizei

Telefon

Festnetz

Festnetz ist in den USA quasi immer analoges Telefon mit ein paar Erweiterungen (welche sich die Telefonfirmen teuer bezahlen lassen), wie Caller ID (Anzeige der Nummer des Anrufers). Im Valley gibt es nur zwei Anbieter quasi mit Monopol: - AT&T (Cupertino, San Jose, Los Altos, u.v.a.m.) - Verizon (z.B. in Los Gatos)

Teilweise kann man auch andere Anbieter bekommen, wie Sonic, die von AT&T die Leitung mieten. Die Kosten liegen zwischen $50-$100 pro Monat inklusive Steuern und DSL-Internet – Gespräche ins deutsche Festnetz sind kostenlos! Insbesondere Sonic ist sehr empfehlenswert, weil ohne langfristigen Vertrag, sowie mit sehr gutem Service und Datenschutz.

Wer ein Mobil-Telefon hat, braucht den Festnetz Anschluß in der Regel gar nicht. Aber durch die Bündelung mit DSL, kann man eventuell doch einen bekommen.

Kosten nach Deutschland

Achtung man kann problemlos mit 3h Telefonat nach Deutschland auf eine $500 Telefonrechnung kommen (via AT&T)! Deswegen: einen Vertrag mit Telefonaten nach Deutschland buchen!

Internet-Telefon

Skype und andere sind eine sehr preisgünstige Alternative zu den analogen Telefonleitungen. Hier sind alle Gespräche innerhalb der USA im Preis enthalten und die Gespräche nach Deutschland sind auch recht günstig! Hat der Partner in Deutschland ebenfalls Skype ist es gar kostenlos! Facetime geht natürlich auch…

Vonage kann bei vorhandenem Internet und Telefonadapter ebenfalls die Telefonleitung ersetzen inkl. lokaler Telefonnummer. Der Preis fängt bei $10 an und hört bei $30 (unbegrenzte Anrufe nach Deutschland) auf.

Der deutsche Anbieter Sipgate vergibt kostenlose deutsche Rufnummern mit beliebiger deutscher Vorwahl, solange man in Deutschland noch in dem Vorwahlbereich im Telefonbuch steht - notfalls von jemand anders die Nummer holen lassen. Hat man einen VoIP-Router (z.B. die sehr gute Fritz!Box aus Deutschland mitbringen), so kann man sich auch Deutschland aus zum Ortstarif anrufen lassen. Kauft man Guthaben bei Sipgate, kann man auch fuer 1.79 Eurocent/min nach Deutschland telefonieren.

Mobil-Telefon

In den USA heißt es “cell phone” oder “mobile phone”, nicht Handy (das ist ein deutsches Wort)

Der Wettbewerb in den USA ist deutlich schwächer als in Deutschland. Wenn man sich die Werbung ansieht, glaubt man, dass es eine große Konkurrenz gibt, aber bei den Preisen macht es sich kaum bemerkbar. $100/Monat für ein Handy ist durchaus nicht ungewöhnlich!

Es gibt diverse Anbieter in den USA: * AT&T Relativ gute Netzabdeckung im Valley. * Verizon Ebenfalls sehr gute Abdeckung. * T-Mobile Im letzten Jahr eine schlechtere Abdeckung als AT&T * Sprint * Metro - sehr günstig ($30-$40), alle Gespräche inkl., keine Vertragsbindung - man muss aber das Handy kaufen! Abdeckung zweifelhaft.

Die Verträge fangen ab $40 an und enthalten 400-1500 Freiminuten pro Monat. D.h. egal wohin man in den USA telefoniert. Gespräche im selben Netz sind meistens kostenlos (zumindest bei AT&T) - ideal für Partner! Am Wochenende und nachts ist es meistens ebenfalls kostenlos. Außer bei Metro und T-Mobile hat man 1-2 Jahre Vertragsbindung. Verizon ist relativ teuer, ist aber bei Tests immer an der Spitze.

Es kommt nicht selten vor, dass mit manchen Providern in manchen Ecken des Valleys keine Verbindung zu kriegen ist. Das ist besonders ärgerlich, wenn das am Wohnort oder Arbeitsplatz ist, und enorm ärgerlich, wenn man schon in einem Zwei-Jahres-Vertrag hängt. Es gilt also die Rückgabefrist (i.d.R. eine Woche) zu nutzen und das Telefon zurückzugeben, wenn die Verbindungen nicht gut sind.

Ein iPad mit 3G gekauft mit T-Mobile SIM hat 200MB/Monat kostenlos Daten. Prima um zumindest mal Email o.ä. abzurufen.

SPAM

Wahrscheinlich einige Stunden nachdem der analoge Telefonanschluß freigeschaltet wurde, wird das Telefon klingeln. Irgendjemand will Geld sammeln (Polizei, Feuerwehr, was auch immer - derjenige kann auch nur behaupten für die Polizei zu sammeln), was verkaufen, u.s.w. Telefon-Spamming…

Deswegen: als erstes Don’t Call aufrufen und seine Telefonnummer auf die “Don’t Call” Liste setzen lassen. Anbietern mit denen man nicht in geschäftlicher Beziehung steht, dürfen einen dann nicht mehr anrufen – sonst setzt es empfindliche Geldstrafen für den Anrufer! Leider dauert es 2-3 Monate ist der Eintrag aktiv wird, ab dann wird es aber deutlich ruhiger!

Shopping

Das Amerikaners liebstes Hobby… Fast alle Läden wollen einem eine Kundenkarte - möglichst gleich mit Kreditkarte (funktioniert häufig nur in dem Laden) - andrehen. Das kann sinnvoll sein (Safeway, DSW), oder auch nicht (Fry’s Kreditkarte: bringt null Vorteile gegenüber einer beliebigen andere, keine Rabatte, nix - und funktioniert nur bei Fry’s). Meistens sind sie kostenlos, bei einigen Läden kostet sie Geld (dafür gibt es aber z.B. Rabatt auf jeden Einkauf im Laden)

Preise sind stets ohne Mehrwertsteuer! Die 9.25% werden am Ende draufgeschlagen. Keine Steuern auf den Lebensmitteleinkauf – deswegen fragen Fast-Food Restaurants, ob man “to-go” will. In dem Fall entfallen die Steuern. Ist man im Restaurant, fallen sie an.

Online

Rabatte

Und auf fast alles gibt es Rabatte! Man muss nur die Regeln kennen und zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Häufig ist es nicht der Mühe wert, ab und zu ist es aber Gold wert!

Es gibt diverse Arten von Rabatten: * In-Store - der beste Rabatt: der Betrag wird direkt an der Kasse abgezogen - sprich man zahlt weniger. * Mail-In - bei diesem Rabatt muss man i.d.R. die Quittung, einen Barcode vom Verpackungskarton und ein Rabattformular an eine bestimmte Adresse schicken - nach 6-8 Wochen bekommt man dann einen Scheck per Post. Häufig gibt es noch Sonderregelungen: üblich ist z.B. maximal einen Rabatt pro Haushalt. Bei Software wird man gerne getäuscht: der Rabatt gilt nur für Kunden, die eine alte Programmversion bereits besitzt. Sprich: es ist ein Upgrade-Rabatt. Zudem kann man einen Artikel nicht mehr zurückgeben, wenn man den Barcode von der Verpackung abgetrennt hat - man verliert also sein allgemein übliches Umtauschrecht! * Additional x% off: vom Preisschild wird an der Kasse nochmals x% abgezogen. * 2-for-1: 2 Artikel zum Preis von einen - häufig bei Safeway und Costco. Achtung: unter dem Preisschild steht häufig, dass man gar nicht 2 Artikel kaufen muss - einen einzelnen gibt es zum 12 Preis - natürlich nur mit Safeway Club Karte. Bei Costco gilt das nicht, d.h. man bekommt 2 Artikel zum Preis von einem. * buy 2 and get another one 50% off * buy 3 and get another one free - beide gibt es häufig in Schuhgeschäften. Auf das billigste Paar gibt es den Rabatt.

Ebenfalls eventuell hilfreich: * http://www.slickdeals.net * http://www.fatwallet.com * http://www.dealcatcher.com * http://www.couponcabin.com

Umtauschen

Umtausch bzw. das Zurückgeben (mit Geld zurück), ist in den USA in den meisten Läden kein Problem! Daran muss man sich als Deutscher wirklich gewöhnen: die Leute bringen Kleidung, Fernseher, was auch immer zurück - haben häufig nichtmal mehr den Beleg und es klappt trotzdem! Ich habe einzelne Steckdosen, die 2 Jahre in meiner Garage lagen, problemlos bei Home Depot gegen eine Gutschrift zurückgeben können – völlig ohne Beleg! Mit Beleg hätte ich sogar das Geld zurückbekommen.

Es gibt allerdings Ausnahmen: Geöffnete Software, Audio-CDs, DVDs kann man natürlich nicht umtauschen (außer gegen ein identisches Produkt - wobei jemand auch das gemacht hat: er hat eine identische CD bekommen - natürlich verblistert - und dann im nächsten Schritt diese CD zurückgegeben… Der Laden hat zwar Streß gemacht, aber das waren nunmal seine Regeln…)

Einkaufen von Nahrungsmitteln

Viele Läden haben Clubkarten. Die muss man nehmen, sonst zahlt man eindeutig zu viel! Bei Safeway kann man die Karte sofort bekommen und ich empfehle im Formular (Adresse, Telefon) einfach Müll einzutragen - außer dem eigenen Namen. Telefonnummern, die mit 555 anfangen sind z.B. immer ungültig (deswegen nutzt Hollywood die auch)

Achtung: in Cupertino schließen alle Läden um 22 Uhr! Nur BJs, und ein paar andere Restaurants haben danach noch auf.

Fast jeden Tag gibt es irgendwo im Valley Farmersmärkte (“Wochenmarkt”). Am Freitag zum Beispiel in Cupertino bei der Vallco Mall auf dem Parkplatz bei Alexanders Steakhouse. Am Sonntag ein sehr großer im historischen Downtown von Campbell. Eine Übersicht gibt es z.B. auf Yelp: http://www.yelp.com/list/south-bay-farmers-markets-by-day-santa-clara

Einkaufen von ‘deutschen’ Nahrungsmitteln

Nutella gibt es inzwischen in diversen Läden, selbst Safeway.

Costco

Costco ist ebenfalls sowas wie Kult hier. Es entspricht am ehesten der Metro und kostet $45/Jahr Mitgliedschaft. Braucht man 25kg Mehl, so bekommt man es hier. Ist also insbesondere was für Großfamilien. Allerdings gibt es auch Fernseher, Bücher, DVDs, Audio-CDs, u.s.w. Und genau da kann man häufig sehr gut sparen!

Costco ist übrigens die Quelle für Handtücher, Laken, Waschlappen - sehr gute Qualität (flauschig) und günstige Preise! Auch Klamotten kann man teilweise günstig bekommen (Calvin Klein Jeans für $22). Kleidung kann man dort nicht anprobieren, aber man kann sie problemlos wieder zurückbringen.

Achtung: Die Öffnungszeiten sind deutlich kürzer, als bei den normalen Geschäften.

Achtung 2: Costco akzeptiert ausschließlich American Express CC, ATM-Cards und Cash! Keine VISA oder Mastercard! Das wird sich im April 2016 ändern.

Ketten

Folgende Ketten führen diverse Dinge, ähnlich Karstadt u.a. in Deutschland. Um 2-3 dieser Department-Stores sind häufig die Malls aufgebaut mit Food-Court und teilweise zusätzlich mit einem Kinokomplex.

Elektronikläden

Buchläden

Malls

Malls sind die großen Einkaufszentren, häufig mit Kinokomplex, wie man sie aus dem Fernsehen kennt. Enthält auch einen großen Bereich mit Fastfood.

Möbel

Möbel sind sehr teuer und i.d.R. geschmacklos - zumindest für den durchschnittlichen Deutschen…

Alternativ kann man auf Craigslist nach gebrauchten Möbeln gucken.

Sonstige Läden

Craigslist

Craigslist ist die (kostenlose) Avis im Valley. Anzeigen sind ebenfalls kostenlos und man kann prima was auf der Nachbarschaft finden. Pflicht, wenn man eine Mietwohnung sucht!

Essen

Essen ist in den USA recht teuer. Zumal die Portionen sehr groß sind, kann es billiger sein essen zu gehen, als zu kochen – gerade wenn man Single ist.

Restaurant-Tips

Opentable erlaubt die einfache Reservierung in vielen Restaurants der Umgebung

Der Tip ist immer erforderlich und mindestens 15%, bei sehr gutem Service auch mal 20% oder sogar mehr. Nur wenn der Service extrem schlecht ist, kann man ihn reduzieren. Faustformeln gibt es viele: durch 10 + 50%, durch 6, durch 5 und abrunden, Tax (Steuer) mal 2 (macht 16.5% Tip) - je nach Laune. Bei Gruppen ab 6-8 Personen kann der Tip evtl. schon in der Rechnung sein (meistens um die 18%). Achtung: man braucht keinen Tip auf die Steuer bezahlen, also: die Faustformel auf die Summe vor der Steuer anwenden!

Bei Sodas (Cola, Sprite, etc) sind Refills im Preis immer enthalten, wenn das Getränk nicht in der Flasche oder Dose kommt.

Wenn möglich vorher reservieren (zur Not telefonisch) - man bekommt einen besseren Platz und die Wartezeit ist auch nicht so lang, denn bei einigen Restaurants muss man teilweise bis zu 1 Stunde warten. Manresa nimmt keine Reservierungen nach 17 Uhr mehr an und ist fast immer ausgebucht. Bis 15 Minuten Warten ist in den USA normal. Über eine Stunde ist im Valley sehr selten (außer an einigen Feiertagen).

In einigen Restaurants bekommt man einen Pager, der einem anzeigt, wenn man an der Reihe ist. Es wird einem erzählt: die Reichweite reicht bis auf die Straße direkt vor dem Restaurant, aber nicht weiter. Unsinn! Die Hersteller bewerben sie mit 14 bis 1/2mi Reichweite (in idealen Bedingungen bis 2mi). Das reicht zumindest einige Läden in einer Mall weit…

In allen Restaurants kann man die Reste mitnehmen (to-go), das ist in vielen Restaurants sogar üblich, weil die Portionen so groß sind. Und schon hat man ein Mittagessen/Abendessen für den nächsten Tag.

Die Frage des Kellners ob alles ok ist, ist übrigens ernst gemeint. Wenn etwas beim Essen nicht gut ist, sollte man das sagen! Restaurants sind üblicherweise sehr bemüht es dem Kunden recht zu machen! Selbst wenn man die halbe Portion schon gegessen hat, wird problemlos ausgetauscht oder aber die Rechnung um den Preis des Gerichts reduziert. Restaurants leben von ihren zufriedenen Kunden (die wiederkommen und das Restaurant empfehlen) und sind somit sehr an Feedback interessiert. Wenn jemand sagt: “Alles ist ok, danke!” und es ist nicht ok, dann ist es sein Problem!

Günstige Restaurants

Hier führe ich Restaurantketten auf, die nicht in die typische Fast-Food Kategorie fallen.

Frühstück und Brunch

Fast-Food

Burger, French Fries (nein, Freedom Fries sagt im Valley keiner), Hot-Dogs, Burritos, Pizzas u.s.w

Ordentliche Restaurants - nicht für jeden Tag

Besonderer Anlaß ($50-$xxx pro Person)

“Deutsche” Küche

Was kann man unternehmen?

Im direkten Umfeld (Silicon Valley) ist es etwas dünn, aber im weiteren Umfeld sind die Möglichkeiten nahezu grenzenlos! Ich hoffe, dass hier im Laufe der Zeit Ideen gesammelt werden. San Francisco hat sehr sehr viel zu bieten!

San Jose Downtown hat Ihre eigene Website.

Kinos

Kinokarten kosten um die $12 für Erwachsene. Es gibt keine Platzreservierungen und somit ist das Kaufen von Tickets online (für $1 mehr pro Ticket!) totaler Unsinn - trotzdem machen die Kinos massiv Werbung dafür. Achtung: viele Kinos akzeptieren keine Kreditkarten für Tickets! Meistens steht aber ein ATM in der Nähe. Nachmittags sind die Karten teilweise deutlich billiger.

Ich versuche immer 15-20 Minuten vor der Vorstellung da zu sein um einen guten Platz zu bekommen. Popcorn (Salzig! Das süße Popcorn heißt in den USA “Kettle Corn”) und Cola gehören dazu, sind aber ebenfalls teuer. Bei Costco kann man 4 Tickets für eine große Kinokette (AMC) als Gutschein für $34 kaufen.

Konzerte, Theater

Konzerte gibt es reichlich, via Ticketmaster kann man Karten bekommen. Gute Konzerte sind teilweise Monate im Voraus ausverkauft!

Besonderer Tip: Konzerte in der Mountain Winery - hoch in den Hügeln mit Blick über das Valley gelegen ist es der open-air Spot für Konzerte. Man kann auch gleich ein Dinner buchen - sehr nett bei der Aussicht! Durch das Dinner ist man auch sehr früh da und hat einen guten Parkplatz.

Villa Montalvo ist ähnlich - aber ohne die schöne Aussicht. Die Parkplätze sind weit entfernt, es gibt aber einen kostenlosen Busshuttle.

San Jose Downtown hat viele kleine Restaurants, Bars und Clubs mit Live-Musik.

Museen

Natur / Hiking

Sonstiges

Kurz-Trips

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